Über die Streuobstwiesen in Alfter

Über die Streuobstwiesen in Alfter

Gestern las ich in Elkes Blog über ihre Wanderung durch die Streuobstwiesen in Mülheim-Kärlich, die von uns aus etwa 90 km entfernt sind – zu weit für eine kurze Tour zwischendurch. Auch die Rheinaue in Düsseldorf mit ihren Streuobstwiesen war zu weit weg, zudem Stau um den Kölner Ring. Aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nahe: auch das quasi vor der Haustüre liegende Alfter hat einen Kunst- und Kulturlandschaftspfad Streuobst. Gut, die volle Runde mit 10-15 km war uns für heute zu lang, also ein wenig Abkürzen.

Gestartet sind wir am Herrenhaus Buchholz in der Nähe des leider geschlossenen Restaurants Heimatblick. Bei schönstem Frühlingswetter waren wir etwa 2 Stunden unterwegs, leider zu Beginn mit defekter GPS-Software, so dass die Streckenaufzeichnung erst später beginnt und in keiner Weise mehr der geplanten Route entsprach. Also der Nase nach, blühende Bäume in der Ferne ausgespäht und immer drauf los. Herausgekommen ist ein schöner, ausgedehnter Spaziergang mit betörendem Duft der Blüten, laut summenden Bienenvölkern in den Obstbäumen, einem fröhlich zwitschernden Pirol-Weibchen, blökenden Schäfchen, herrlichen – wenn auch diesigen – Aussichten über die gesamte Köln-Bonner-Bucht und glücklichen Wanderern.

Hier sind die Fotos in der Galerie:

Heimatblick oder der abgebrochene Eiserne Mann

Samstag – Wandertag. Nachdem der Wetterbericht meiner iPhone-App für das Vorgebirge eine 10%ige Regenwahrscheinlichkeit, wenngleich wolkige Aussichten prophezeite, immerhin aber mit 1 1/4 Stunde Sonne auf 3 Stunden, machten wir uns, heute in Begleitung von Gudrun, auf den Weg zum nahegelegenen Heimatblick. Auch wenn es das Restaurant auf dem Heimatblick schon seit einigen Jahren leider nicht mehr gibt (der Kuchen war immer lecker), parkten wir am Feldrand zwischen dem Parkplatz Heimatblick und Herrenhaus Buchholz. Im Sommer 2012 bestand wohl Hoffnung, dass der Heimatblick nach einem Kauf wieder eröffnen werde (s. Artikel in Bonner Rundschau), der aktuelle Stand ist mir nicht bekannt.

Der Heimatblick in Bornheim Roisdorf ist wegen seiner herrlichen Aussicht an klaren Tagen über die Köln-Bonner-Bucht bekannt. Und natürlich für das „Rebellenblut“, einen leckeren Brombeerwein. Den gibt es noch, und wer ihn trinkt, sollte zwischendurch aufstehen, um nicht am Ende des Abends eine böse Überraschung zu erleben 🙂

Geplant war, einen etwa 13 km langen Rundweg vom Heimatblick zum Eisernen Mann zu wandern, eine Strecke mit nur rund 25 Hhm Steigung – also auch für „Anfänger“ ohne Probleme zu meistern. Aber es kam anders: nach etwa 2 km Wegstrecke fing es so dermaßen an zu regnen, womit keiner von uns gerechnet hatte. Wie gesagt: Pocketweather und Agrarwetter-App zeigten „heiter bis wolkig“, so dass keiner geeignetes Regenzeug dabei hatte. Das war ein Fehler, aber man lernt ja bekanntlich dazu. Immerhin waren wir dieses Mal mit Wanderstiefeln und -stöcken unterwegs. Also (auf dem GPS-Track deutlich zu sehen) auf schnellsten Wege retour. Schade – Wanderung wird aber nachgeholt 😉

Stattdessen haben wir es (nur zum Trocknen!) vorgezogen, auf ein Stück leckeren Kuchen zum Biohof Bursch in Walberberg zu fahren, wo der Nachmittag gemütlich ausklang.

Hier ein paar Eindrücke, Fotos von mir und Sohnemann, der wieder fleißig mitfotografierte:


"Rheinische Scholle"

Feierabend-Runde am Entenfang in Wesseling

Heute hatte ich schon den ganzen Tag das dringende Bedürfnis nach Bewegung. Also noch etwas schneller gearbeitet und eine kurze Runde (rund 4,5 km) am Entenfang in Wesseling entlang. Viel zu erzählen gibt es nicht, einen GPS-Track auch nicht (Startpunkt ist an der Gaststätte Wirtzhaus in Wesseling Keldenich), aber ein paar schöne Fotos habe ich mitgebracht. Erste Fotos mit der Olympus XZ-2 – der Makromodus gehorcht mir noch nicht ganz …

Silvester-Wanderung: Die 7-Seen-Runde-Ville

Als letzte Runde in 2013 haben wir uns einen Weg ausgesucht, den wir schon lange gehen wollten: 7 Seen auf einen Streich sozusagen – die 7-Seen-Runde im Kottenforst-Ville, ausgehend vom Parkplatz Donatussee in Erftstadt-Liblar, den ich schon seit meiner Kindheit kenne.


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Wer hier schmale Wanderwege sucht, muss genau hinsehen, sonst findet man sie nicht. Das Gros der Wege wirkt wie mit dem Lineal gezogen – lang und gerade. Dass mir das als Kind nichts ausgemacht haben soll, kann ich kaum glauben. Meinen Sohnemann hat es spätestens nach der Hälfte des Weges gestört: „Mir ist langweilig“. Zugegeben, die Wanderung ist höhepunktarm, aber um sich in frischer Waldluft zu bewegen, dafür reicht es allemal. Und es liegt für uns quasi vor der Haustüre. Also Augen auf und durch 🙂
Außerdem muss ich nach der längeren Wanderpause in November und Dezember langsam mal wieder „Strecke machen“, habe ich doch ein Ziel. 🙂

Wegschild

Zunächst laufen wir ein ganzes Stück auf breiten Wegen geradeaus, immer entlang der Bahnlinie Richtung Köln.

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Bereits nach wenigen Schritten sehen wir rechts den 1. See, den Obersee. Der Obersee gehört zu dem Trio „Ober-, Mittel- und Untersee“.

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Auf der linken Seite begleitet uns die Bahnlinie, hier der Bahnhof Erftstadt-Liblar.

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Grün und bunt ist’s schöner …

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Nach einem ganzen Stück des Weges verlassen wir die breite Piste und schlagen uns, Navi sei Dank, in die Büsche in Richtung See Nr. 2: Mittelsee.

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Was auf dem Foto nicht recht zum Ausdruck kommt: dieses Stilleben fand sich – wie eigens angerichtet – auf einem ca. 15 cm hohen Baumstumpf. Einfach schön.

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Der Abstecher in das Unterholz hat sich gelohnt – die Wege werden schöner.

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Am Mittelsee angekommen.

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Und fast nahtlos zum Untersee, dem See Nr. 3

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Am Untersee verlassen wir den natürlicher wirkenden Seepfad und kommen zurück auf den „Hauptwanderweg“.

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Donatussee

Hier muss bei Anlage des Waldes die Fräse durchgefahren sein 😉
Ab Wanderkilometer 4 führt ein 2 km-langer Weg schnurgerade durch den Wald. Mein Ding ist das nicht.

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Wir streifen den Römerkanal-Wanderweg.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wir lassen See Nr. 4: den Entenweiher zur rechten liegen (und haben ihn – ehrlich gesagt – nicht gesehen), bevor wir auf See Nr. 5 stoßen: das Villenhofer Maar.

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Vorbei am See Nr. 6, dem Zwillingssee

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… mit dazugehöriger Wanderhütte.

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Letzter See in der heutigen Sammlung: See Nr. 7, der Donatussee.

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Mittlerweile ist es recht dämmrig geworden und der Himmel hat sich zugezogen.

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Auf dem letzten Wegstück entdecken wir abseits des Weges noch ein Holz-Tipi, dessen Sinn sich nicht erschließt. Vielleicht hat hier eine Pfadfindergruppe gewerkelt …

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Auf folgendem Bild wird es noch einmal deutlich – schnurgerade Wege bis zum Abwinken. Nach fast genau 9 km und rund 11.800 Schritten (jap, ich habe einen Schrittzähler, der immer ein jubelndes Männlein anzeigt, wenn ich an einem Tag mehr als 10.000 Schritte aufaddiert habe) genügte es und wir erreichten bei Einbruch der Dunkelheit den Parkplatz.

Fazit: Für eine Feierabendrunde OK, bei Laub an den Bäumen auch wesentlich schöner (wo nicht), aber sicher nicht unser Lieblingsweg.

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Den GPS-Track zur Wanderung gibt es wie immer bei GPSies.com:

Zwei Kromfohrländer am Brüser Berg in Bonn

Heute gab es nur eine kleine Runde von rund 6 Kilometern am Brüser Berg in Bonn, gemeinsam mit unserem Kromfohrländer-Rüden Berti und seiner heiß geliebten Kromi-Dame Bungee. Die Runde führte um einen Teil des militärischen Sicherheitsbereichs der Hardthöhe / Verteidigungsmuseum in die Ausläufer des Kottenforsts.

Panorama Richtung Wesseling

2-Seen-Runde – Berggeistsee und Lucretiasee in Brühl / Walberberg

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt …
Eigentlich wollte ich vergangenen Mittwoch früher das Büro verlassen und das schöne Wetter nutzen. Leider wurde daraus nichts, da mein Auto am Vortag – kurz vor dem Landessozialgericht in Essen – seine weiteren Dienst verweigerte und am Haken des ADAC die nächst gelegene Werkstatt kennenlernte. Mit neuer Lichtmaschine ausgestattet, konnte ich dann den Mittwoch erneut von Essen den Heimweg antreten. Wandern passé. Dann sollte es der Freitag Nachmittag werden, aber ich kam erst spät aus der Kanzlei raus und so toll war das Wetter nicht. Also: kurze Runde, bevor es dunkel wird, in der Nähe. Weiterlesen

Bliesheimer Feld

Von silbernen Seen, unkenden Kröten und Naturwaldzellen

Was so mystisch klingt, ist es gar nicht: hinter der Überschrift verbirgt sich nämlich nur ein

Parkplatz Silbersee

Parkplatz Silbersee

kleiner Rundgang im Naturgebiet Kottenforst-Ville. Eine schnelle Runde nach Feierabend – raus aus der Kanzlei – rein in den Wald.

Es lockt ein nicht zu warmer Spätsommertag, gerade die richtige Temperatur, um mich an’s Wandern zu bringen …

Ausgangspunkt ist der Parkplatz „Silbersee“ zwischen Brühl und Weilerswist.

Das Wandergebiet gehört zum Naturpark Rheinland und ist beliebter Spazier- und Wanderwald mit etlichen Seen.

Silbersee

Silbersee

Der „Silbersee“ hat mit Winnetou nur wenig zu tun, auch wenn ich mir das bei Spaziergängen mit meinen Eltern als Kind gerne mal so vorgestellt habe. Und Silber findet man hier auch nicht – denke ich … Benannt ist der See vielmehr nach dem Kommerzienrat Adolf Silverberg, der 1898 die Gewerkschaft Fortuna gegründet hat. Denn wie die vielen anderen Seen der Gegend, so ist auch der Silbersee mit dem Ende des Braunkohletagebaus  gegen Mitte der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts entstanden. Die Braunkohlebaggger hinterließen große Löcher, die sich mit der Zeit und mit dem Wiederanstieg des Grundwasser allmählich mit Wasser füllten – zu unserer heutigen Freude.

Am Silbersee sind ganzjährig geschützte Laichzonen eingerichtet. Fische haben wir zwar nicht gesehen, aber kleine Frösche und ein Gewässer mit einigen Seerosen.Frosch

Nachdem wir den Silbersee zu unserer Rechten hinter uns gelassen haben, folgt einem sehr kurzen aber heftigen Anstieg der „Urwald“, ein naturbelassenes Stück Wald, eine Naturwaldparzelle. Ein wunderschöner alter Buchenbestand schafft eine einzigartige Beleuchtung, wenn das Spätsommerlicht durch die hohen Baumkronen fällt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERABei meinem letzten Spaziergang durch dieses Stück Wald, es wird rund 10 Jahre her sein, war der Boden zwischen den Bäumen nur wenig bewachsen. Anders heute – Sträucher versperren den Weg zwischen die Bäume, was wahrscheinlich auch gut so ist. Der Wald lebt halt.

Wir verlassen den schattig-kühlen Forst in Höhe des Parkplatzes „Bliesheimer Feld“ für ein kleines Stück und gehen bei Sonne und schön bewölktem Himmel ein am Feldrand.

Zurück über die Fußgängerbrücke über die Autobahn A553 treffen wir, die Lunge voll Frischluft, wieder am Auto ein.

Die Strecke ist rund 4 km lang, fast ebenerdig und „mal eben so“ zwischendurch zu bewältigen.

Den GPS-Track zu diesem Spaziergang finden Sie hier bei gpsies.com

Und hier die vollständige Bildergalerie: