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Bliesheimer Feld

Von silbernen Seen, unkenden Kröten und Naturwaldzellen

Was so mystisch klingt, ist es gar nicht: hinter der Überschrift verbirgt sich nämlich nur ein

Parkplatz Silbersee

Parkplatz Silbersee

kleiner Rundgang im Naturgebiet Kottenforst-Ville. Eine schnelle Runde nach Feierabend – raus aus der Kanzlei – rein in den Wald.

Es lockt ein nicht zu warmer Spätsommertag, gerade die richtige Temperatur, um mich an’s Wandern zu bringen …

Ausgangspunkt ist der Parkplatz „Silbersee“ zwischen Brühl und Weilerswist.

Das Wandergebiet gehört zum Naturpark Rheinland und ist beliebter Spazier- und Wanderwald mit etlichen Seen.

Silbersee

Silbersee

Der „Silbersee“ hat mit Winnetou nur wenig zu tun, auch wenn ich mir das bei Spaziergängen mit meinen Eltern als Kind gerne mal so vorgestellt habe. Und Silber findet man hier auch nicht – denke ich … Benannt ist der See vielmehr nach dem Kommerzienrat Adolf Silverberg, der 1898 die Gewerkschaft Fortuna gegründet hat. Denn wie die vielen anderen Seen der Gegend, so ist auch der Silbersee mit dem Ende des Braunkohletagebaus  gegen Mitte der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts entstanden. Die Braunkohlebaggger hinterließen große Löcher, die sich mit der Zeit und mit dem Wiederanstieg des Grundwasser allmählich mit Wasser füllten – zu unserer heutigen Freude.

Am Silbersee sind ganzjährig geschützte Laichzonen eingerichtet. Fische haben wir zwar nicht gesehen, aber kleine Frösche und ein Gewässer mit einigen Seerosen.Frosch

Nachdem wir den Silbersee zu unserer Rechten hinter uns gelassen haben, folgt einem sehr kurzen aber heftigen Anstieg der „Urwald“, ein naturbelassenes Stück Wald, eine Naturwaldparzelle. Ein wunderschöner alter Buchenbestand schafft eine einzigartige Beleuchtung, wenn das Spätsommerlicht durch die hohen Baumkronen fällt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERABei meinem letzten Spaziergang durch dieses Stück Wald, es wird rund 10 Jahre her sein, war der Boden zwischen den Bäumen nur wenig bewachsen. Anders heute – Sträucher versperren den Weg zwischen die Bäume, was wahrscheinlich auch gut so ist. Der Wald lebt halt.

Wir verlassen den schattig-kühlen Forst in Höhe des Parkplatzes „Bliesheimer Feld“ für ein kleines Stück und gehen bei Sonne und schön bewölktem Himmel ein am Feldrand.

Zurück über die Fußgängerbrücke über die Autobahn A553 treffen wir, die Lunge voll Frischluft, wieder am Auto ein.

Die Strecke ist rund 4 km lang, fast ebenerdig und „mal eben so“ zwischendurch zu bewältigen.

Den GPS-Track zu diesem Spaziergang finden Sie hier bei gpsies.com

Und hier die vollständige Bildergalerie: