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Stinderbachtal – wilde Romantik am Neanderlandsteig

Stinderbachtal? Keine Ahnung, wo das liegt …

Die letzte Wanderung ist ja nun schon ein Weilchen her. Mit zwischenzeitlich 10 Kilo weniger auf den Rippen macht es aber wieder wesentlich mehr Spaß, fällt leichter und lässt sich prima in das Fitness-Konzept einbauen.

Inspiriert von Elkes Blogbeitrag vor einigen Tagen mit den einladenden Fotos entschließe ich kurzfristig, das Stinderbachtal zu erkunden. Diesmal ist die ganze Familie mitsamt Berti dabei und die lieben Freunde Tom und Bianca aus dem Ruhrgebiet mit ihrem Hund Smilla sind ebenfalls zu uns gestoßen. Für uns war es eine Anfahrt von rund 60 km, die in guten 40 Minuten aus dem Kölner Süden absolviert waren – jedenfalls an einem Sonntag Vormittag.

Ein Gutteil des heutigen Weges ist Bestandteil des Neanderlandsteiges, um genau zu sein, der Etappe zwischen Ratingen-Homberg und Erkrath. Parkmöglichkeit fanden wir an der Stindermühle, Stindertalweg 50, 40699 Erkrath, die am Wochenende und an Feiertagen auch einen kleinen Gastronomiebetrieb bietet.

Schnell sind wir auf einem Feldweg entlang des Stinderbachs, der auf und ab geht, aber auch zahlreiche neue Bänke zum Erholen bietet. Wer sich Setzen möchte, sollte das auf dem ersten Stück des Weges machen – denn je weiter wir laufen, desto weniger (bis keine) Bänke finden sich entlang des Weges. Das Stinderbachtal ist Naturschutzgebiet: das kleine und liebliche Bächlein mäandert durch die Landschaft, hie und da Baumstämme, die bemoost und modernd in seinem Nass liegen, umspülend.

Etwa nach der Hälfte der Wegstrecke erreichen wir ein Hochplateau, auf dem der Spätsommerwind den Stirnschweiß des Anstiegs rasch trocknet. Die Stimmung wechselt rasch, je nach dem, ob sich gerade die Sonne zeigt oder hinter einer dunkel-diesigen Wolkenwand verschwindet. Unsere Hunde haben, obwohl angeleint, ihren Spaß. Aber die Anstiege fordern auch bei den vierbeinigen Freunden ihren Tribut und so sind Berti und Smilla froh, als wir bereits kurz vor dem Ziel unter einem Holunderbusch rasten.
Nach rund sieben Kilometern erreichen wir unsere Autos wieder.

Zum Essen zieht es uns auf das von Elke empfohlene Gut Jägerhof (Hubbelrather Weg 18, 40699 Erkrath), wo wir sofort von einem freundlichen, zum Hause gehörenden Herrn auf Berti angesprochen werden. Auch er ist stolzer Besitzer eines Kromfohrländer-Hundes.
Das Essen ist gut. Und Gutes hat bekanntlich seinen Preis. Es beeindruckt das große Salatbuffet, es lockt aber das hauchzarte Filetsteak.

Insgesamt sehr schöne Stunden in einer harmonischen Landschaft. Es mag schönere, abwechslungsreichere Wanderwege geben, aber dieser hat seinen ganz eigenen Charme.

Rolandsbogen

Die Arbeit als Selbstständiger hat den enormen Vorteil, sich seine Zeit frei einteilen zu können. Für diesen Freitag war schönes Wetter vorhergesagt, also Terminplanung angepasst (als Selbstständiger kann man auch nachts und sonntags arbeiten 😉 ) und ab gen Süden. Diesmal gemeinsam mit meiner Frau und unseren Kanzlei- und Wanderhund „Berti“, einem Kromfohrländer.

Auf dem Plan stand für heute eine Rundwanderung von rund 5 Streckenkilometern zum Rolandsbogen am Rhein.

Im Jahre 1122 erbaute Erzbischof Friedrich I. von Köln hier die Burg Rolandseck, eine Schutzburg für das auf der gegenüber auf der Rheininsel Nonnenwerth liegende Frauenkloster. So, wie die auf der anderen Rheinseite gelegenen Burgen Drachenfels und Wolkenburg diente die Burg dem Kurfürstentum Köln zur Sicherung der Südgrenze. Vorübergehend wohnten die Kölner Erzbischöfe auf dieser Burg. Nach dem Mittelalter verfiel die Burg immer mehr und stürzte schließlich bei einem Erdbeben bereits 1673 bis auf ein Bogenfenster, den Rolandsbogen, ein. Der Bogen wurde zum Wahrzeichen der Rheinromantik. Weiterlesen

Rund um die Klosterruine Heisterbach

47 Facebook-Likes in 72 Stunden und nette Kommentare berufener Wanderer sind Anreiz für mich, mit dem „Wandern“ weiter zu machen 🙂

Nun habe ich in irgendeinem Wanderblog gelesen, dass Wandern erst ab 9 km anfange und dabei ein Rucksack getragen werden müsse. Ich setze mich darüber hinweg. Ich fange gerade erst an, spüre mein Knie noch von der letzten Etappe, habe immerhin weit mehr als 100 Kilo mit mir herumzuschleppen und entschließe mich, einfach so weit zu laufen, wie ich es für richtig halte und wie ich kann. Umkehren kann man immer noch. Weiterlaufen natürlich auch.

Also, Fotoapparat eingepackt,  Sohn geschnappt, Wasserflasche und ein paar Kohlehydrate in Brötchenform und los geht’s: Weiterlesen

Spätsommer 2013

Der Sommer neigt sich allmählich dem Ende, die Wettervorhersage verspricht nun immer häufiger Temperaturen unter 20 Grad. Zeit, sich an diesen sonnenreichen aber nicht zu heißen Sommer 2013 in Bildern zu erinnern.

 

 

Bliesheimer Feld

Von silbernen Seen, unkenden Kröten und Naturwaldzellen

Was so mystisch klingt, ist es gar nicht: hinter der Überschrift verbirgt sich nämlich nur ein

Parkplatz Silbersee

Parkplatz Silbersee

kleiner Rundgang im Naturgebiet Kottenforst-Ville. Eine schnelle Runde nach Feierabend – raus aus der Kanzlei – rein in den Wald.

Es lockt ein nicht zu warmer Spätsommertag, gerade die richtige Temperatur, um mich an’s Wandern zu bringen …

Ausgangspunkt ist der Parkplatz „Silbersee“ zwischen Brühl und Weilerswist.

Das Wandergebiet gehört zum Naturpark Rheinland und ist beliebter Spazier- und Wanderwald mit etlichen Seen.

Silbersee

Silbersee

Der „Silbersee“ hat mit Winnetou nur wenig zu tun, auch wenn ich mir das bei Spaziergängen mit meinen Eltern als Kind gerne mal so vorgestellt habe. Und Silber findet man hier auch nicht – denke ich … Benannt ist der See vielmehr nach dem Kommerzienrat Adolf Silverberg, der 1898 die Gewerkschaft Fortuna gegründet hat. Denn wie die vielen anderen Seen der Gegend, so ist auch der Silbersee mit dem Ende des Braunkohletagebaus  gegen Mitte der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts entstanden. Die Braunkohlebaggger hinterließen große Löcher, die sich mit der Zeit und mit dem Wiederanstieg des Grundwasser allmählich mit Wasser füllten – zu unserer heutigen Freude.

Am Silbersee sind ganzjährig geschützte Laichzonen eingerichtet. Fische haben wir zwar nicht gesehen, aber kleine Frösche und ein Gewässer mit einigen Seerosen.Frosch

Nachdem wir den Silbersee zu unserer Rechten hinter uns gelassen haben, folgt einem sehr kurzen aber heftigen Anstieg der „Urwald“, ein naturbelassenes Stück Wald, eine Naturwaldparzelle. Ein wunderschöner alter Buchenbestand schafft eine einzigartige Beleuchtung, wenn das Spätsommerlicht durch die hohen Baumkronen fällt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERABei meinem letzten Spaziergang durch dieses Stück Wald, es wird rund 10 Jahre her sein, war der Boden zwischen den Bäumen nur wenig bewachsen. Anders heute – Sträucher versperren den Weg zwischen die Bäume, was wahrscheinlich auch gut so ist. Der Wald lebt halt.

Wir verlassen den schattig-kühlen Forst in Höhe des Parkplatzes „Bliesheimer Feld“ für ein kleines Stück und gehen bei Sonne und schön bewölktem Himmel ein am Feldrand.

Zurück über die Fußgängerbrücke über die Autobahn A553 treffen wir, die Lunge voll Frischluft, wieder am Auto ein.

Die Strecke ist rund 4 km lang, fast ebenerdig und „mal eben so“ zwischendurch zu bewältigen.

Den GPS-Track zu diesem Spaziergang finden Sie hier bei gpsies.com

Und hier die vollständige Bildergalerie: