Ein Spaziergang durch die Baumkronen, Ostseeluft und ein weiter Blick über die Kaiserbäder: Der Baumwipfelpfad Usedom verbindet Naturerlebnis mit einem unkomplizierten Ausflug für die ganze Familie. Ich zeige, wo der Pfad liegt, was der Besuch kostet, wie viel Zeit du einplanen solltest und für wen sich die Attraktion in Heringsdorf besonders lohnt.
Die wichtigsten Fakten für deinen Besuch auf einen Blick
- Ort: Der Pfad liegt direkt am Bahnhof im Ostseebad Heringsdorf.
- Höhe: Der Weg führt bis zu 23 Meter durch die Baumkronen, der Aussichtsturm ist 33 Meter hoch.
- Länge: Für Pfad und Turmrampe stehen insgesamt rund 1.350 Meter Weg zur Verfügung.
- Eintritt: Erwachsene zahlen aktuell 14 Euro, Kinder von 6 bis 14 Jahren 12 Euro.
- Zeitbedarf: Für den Besuch solltest du etwa 1 bis 2 Stunden einplanen.
- Barrierearm: Der Pfad ist mit Kinderwagen, Rollstuhl und Rollator befahrbar, die maximale Steigung beträgt 6 Prozent.

Was dich auf dem Baumwipfelpfad auf Usedom erwartet
Die Anlage befindet sich in einem Mischwald nahe dem Bahnhof von Heringsdorf. Der eigentliche Rundweg verläuft auf einer Höhe von bis zu 23 Metern durch Buchen und Kiefern. Anders als bei einem Hochseilgarten brauchst du dafür weder Kletterausrüstung noch besondere Kondition. Der Weg ist breit, ruhig begehbar und an mehreren Stellen mit Lern- und Erlebnisstationen ausgestattet.
Das Ziel ist der 33 Meter hohe Aussichtsturm. Von der obersten Plattform schaust du über Heringsdorf, Bansin und Ahlbeck, bei guter Sicht bis zur Ostsee und in Richtung Świnoujście. Die Aussichtsplattform liegt rund 75 Meter über dem Meeresspiegel. Ich finde gerade diesen Wechsel reizvoll: Unten bleibt der Besuch ein Waldspaziergang, oben öffnet sich plötzlich ein weiter Küstenblick.
Für zusätzlichen Nervenkitzel sorgt ein 50 Quadratmeter großes begehbares Netz auf der Turmplattform. Wer Höhen nicht besonders mag, kann sich langsam herantasten. Der Netzbereich ist kein Pflichtprogramm, deshalb bleibt der Ausflug auch für vorsichtigere Besucher angenehm.
Naturwissen statt bloßer Aussicht
Entlang des Weges erklären Stationen die Pflanzen- und Tierwelt der Insel sowie Besonderheiten des Naturparks Usedom. Familien können außerdem eine Comic-Rallye für Kinder nutzen, bei der Fragen zu Bäumen, Wasser und heimischen Tieren beantwortet werden. Das macht den Pfad abwechslungsreicher, vor allem wenn Kinder nicht nur laufen, sondern etwas entdecken möchten.
Lage, Anreise und Parken in Heringsdorf
Der Baumwipfelpfad liegt an der Adresse Am Bahnhof 12, 17424 Heringsdorf, direkt am Bahnhof Seebad Heringsdorf. Diese Lage ist ein großer Vorteil, denn du musst nach dem Aussteigen keine lange Strecke mehr zurücklegen. Mehrere Regionalbahn- und Busverbindungen halten am Bahnhof, darunter auch die Kaiserbäderlinie.
Aus Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin lässt sich die Anlage gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen. Am Eingang gibt es kostenlose Fahrradständer. Wer mit der UsedomCard aus den drei Kaiserbädern unterwegs ist, kann die Kaiserbäderlinie 290/291 in der Regel kostenfrei nutzen. Für die konkrete Verbindung solltest du trotzdem den aktuellen Fahrplan prüfen.
Mit dem Auto zum Pfad
Direkt am Bahnhof stehen nur wenige kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Praktischer ist das Parkhaus in der Bülowstraße, von dem du ungefähr 500 Meter zu Fuß gehst. Eine weitere Möglichkeit ist das Parkhaus an der OstseeTherme in Ahlbeck. Von dort sind es rund 850 Meter bis zum Pfad oder wenige Minuten mit dem Bus.
Ich würde an Wochenenden und in den Ferien möglichst mit Bahn oder Bus anreisen. Die Parkplatzsuche in den Kaiserbädern kostet gerade bei schönem Wetter schnell mehr Zeit als der gesamte Fußweg vom Bahnhof. Reisebusse finden am Bahnhof ausgewiesene Busparkplätze, für Wohnmobile ist der Parkplatz an der OstseeTherme meist die passendere Option.
Preise und Öffnungszeiten für die Planung
Die aktuellen Eintrittspreise sind überschaubar, sollten aber bei einem Familienausflug trotzdem in die Tagesplanung einfließen. Der Eintritt gilt für den Baumwipfelpfad und den Aussichtsturm. Kinder unter 6 Jahren kommen in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos hinein.
| Ticket | Preis |
|---|---|
| Erwachsene | 14,00 Euro |
| Ermäßigte Personen | 13,00 Euro |
| Kinder von 6 bis 14 Jahren | 12,00 Euro |
| Kinder unter 6 Jahren | Eintritt frei |
| Familienticket für 2 Erwachsene und eigene Kinder von 6 bis 14 Jahren | 33,00 Euro |
| Erwachsenengruppe ab 15 Personen | 13,00 Euro pro Person |
Für die Saison 2026 gelten nach dem veröffentlichten Stand unterschiedliche Zeiten. Vom 14. März bis 30. April ist der Pfad täglich von 9:30 bis 17:00 Uhr geöffnet, vom 1. Mai bis 25. Oktober von 9:30 bis 18:00 Uhr. Ende Oktober verkürzt sich die Öffnungszeit auf 9:30 bis 16:00 Uhr. An einzelnen Veranstaltungstagen können abweichende Zeiten gelten.
Der letzte Einlass ist normalerweise eine Stunde vor Schließung. Ich würde den Besuch nicht auf die letzte halbe Stunde legen, denn Aussichtsturm, Lernstationen und Fotopausen brauchen mehr Zeit, als man zunächst denkt. Plane mindestens 60 Minuten ein, angenehmer sind etwa 90 Minuten bis 2 Stunden.
Für Familien, Rollstuhlfahrer und Hunde
Der Pfad ist barrierearm gestaltet. Ein Aufzug bringt Besucher vom Einstiegsturm auf die Wegstrecke, danach führt der Weg mit einer maximalen Steigung von 6 Prozent weiter. Auch der Aussichtsturm ist bis zur obersten Plattform mit Rollstuhl und Kinderwagen erreichbar. Mehrere ebene Ruhezonen erleichtern Pausen.
Für Eltern ist das ein echter Pluspunkt, weil der Besuch nicht an Treppen oder schmalen Waldwegen scheitert. Roller, Laufräder und ähnliche Fahrzeuge dürfen aus Sicherheitsgründen allerdings nicht mit auf den Pfad. Kinder unter 14 Jahren benötigen eine erwachsene Begleitperson.
Hunde dürfen den eigentlichen Baumwipfelpfad nicht betreten. Für sie stehen am Eingangsbereich kostenlose abschließbare Hundeboxen mit Trinkwasser zur Verfügung. Assistenzhunde bilden die Ausnahme. Wer mit Hund reist, sollte diesen Punkt vor der Ankunft einplanen, denn ein spontaner Wechsel zwischen mehreren Begleitpersonen ist nicht immer möglich.
Was bei schlechtem Wetter gilt
Leichter Regen ist kein Grund, den Ausflug abzusagen. Der Pfad bleibt bei Regen geöffnet, bei Schneefall wird die Strecke geräumt. Geschlossen werden kann die Anlage bei Gewitter, Hagel, Sturm oder Eis. Für wechselhaftes Küstenwetter gehören daher eine wetterfeste Jacke und Schuhe mit gutem Profil ins Gepäck.
So kombinierst du den Besuch mit einem Tag auf Usedom
Der Baumwipfelpfad eignet sich gut als Baustein für einen halben oder ganzen Ausflugstag. Am Vormittag ist das Licht oft klarer und die Strecke meist ruhiger. Danach kannst du über die Promenade zum Strand gehen oder in einem der drei Kaiserbäder einkehren.
Direkt am Eingang gibt es mit der Futterkrippe ein gastronomisches Angebot und einen Biergarten. Daneben liegt ein Holzspielplatz, der Familien nach dem Rundgang zusätzliche Zeit verschafft. Mit einer UsedomCard gibt es in der Gastronomie nach aktuellem Stand 10 Prozent Ermäßigung auf Speisen und Getränke.
Für mich ist die Attraktion besonders dann interessant, wenn das Wetter für einen langen Strandtag nicht ideal ist. Sie ist abwechslungsreicher als ein gewöhnlicher Waldspaziergang, bleibt aber deutlich entspannter als ein Kletterpark. Wer ausschließlich spektakuläre Fahrgeschäfte erwartet, könnte den Eintritt als zu hoch empfinden. Wer Natur, Aussicht und leicht zugängliche Bewegung sucht, bekommt dagegen ein stimmiges Gesamtpaket.
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Die beste Tageszeit für Fotos
Für Fotografien lohnt sich der frühe Vormittag oder der späte Nachmittag. Dann steht die Sonne oft niedriger, und die Baumkronen wirken plastischer. Bei klarer Sicht sind besonders die Panoramablicke auf die Kaiserbäder und die Ostsee sehenswert. Dunstige Tage haben allerdings ihren eigenen Reiz, weil der Wald dann ruhig und fast märchenhaft wirkt.
Mein Fazit für den Ausflug in die Baumkronen
Der Baumwipfelpfad Usedom ist kein reines Aussichtsbauwerk, sondern eine gut zugängliche Kombination aus Waldspaziergang, Naturbildung und Küstenpanorama. Die zentrale Lage am Bahnhof, die moderate Steigung und die familienfreundliche Ausstattung machen den Besuch unkompliziert. Besonders überzeugend finde ich, dass auch Menschen mit Kinderwagen, Rollstuhl oder wenig Wandererfahrung die Strecke nutzen können.
Plane für Eintritt, Rundweg und Aussichtsturm etwa 1,5 Stunden ein und prüfe vor der Abfahrt die tagesaktuellen Öffnungszeiten. Wer früh anreist, öffentliche Verkehrsmittel nutzt und das Erlebnis mit Strand oder Promenade verbindet, kann aus der Attraktion in Heringsdorf einen entspannten und abwechslungsreichen Usedom-Tag machen.
